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Ein Jubilar


Am 24. Dezember begeht unser schönstes Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" seine Jahresfeier. Kein Lied der Erde ist wohl so verbreitet, als dieses Lied. In fast allen Sprachen ist es übersetzt. Vom Nordpol bis zum Südpol klingt es in allerlei Zungen.
Es war am 23. Dezember 1818, da ging Joseph Mohr, der Sohn eines Musketiers aus Salzburg, als Hilfsprediger der Pfarre St. Nikola in Oberndorf, zum Schullehrer Gruber nach Arnsdorf. Er mußte über einen Berg hinweg. Mühsam stieg er zur Höhe hinauf. Der Abend kam heran, aber der leuchtende Schnee machte ihn seines Weges gewiß. Endlich war er auf der Höhe. Da mußte Arnsdorf im Tal vor ihm liegen, und wie er mit seinem Blicke suchte, da leuchtete plötzlich in der Ferne ein Licht auf, dann noch eins und noch eins. In zarten Umrissen entdeckte er das ganze Dörflein, das sich mit dunklen Linien aus dem Schnee abhob, und wie er einen Augenblick rastend und träumend hinabschaute, da kam ihm der Gedanke: So war es in Bethlehem. Dort hinten liegt der Stall mit dem einsamen Licht, darüber leuchtet der Stern, der am Himmel funkelte, dort auf jener Höhe waren die Hirten, die das Christkindlein suchten, und wie er schaut und schaut, da tritt ihm der ganze Vorgang jener heiligen Nacht so lebendig vor die Seele und fügt sich in seinem künstlerischen Geiste zum Liede zusammen und es kommt leis und langsam von seinen Lippen, was fast Zweihundert Jahre später köstliches Eigentum der ganzen Christenheit werden sollte:

Stille Nacht, - - heilige Nacht.
Alles schläft, einsam wacht
Nur das traute, so heilige Paar,
Das im Stalle zu Bethlehem war.
Schlaf in himmlischer Ruh',

und so spricht er weiter vor sich hin die Verse des Liedes und bewegt sie in seiner Seele. Er muß hinunter nach Arnsdorf. Immer rascher eilt sein Fuß, und da er in Arnsdorf angekommen ist, schreibt er nieder, was ihm in seliger Stunde auf der Bergeshöhe ins Herz gegeben ward. Am nächsten Morgen eilte er zum Schulpfarrer Franz Gruber, der zugleich Organist war. Ihn bat er das Lied zu vertonen, damit es womöglich noch an demselben Abend zur Christvesper gesungen werden könne.
Von der Schönheit des Liedes tief ergriffen nahm Franz Gruber die Laute von der Wand, und ebenso schnell und plötzlich, wie jenem das Lied gegeben ward, fand sein leises Ohr, als sänge es ihm Engelsmund zu, die Melodie, die wir heute alle kennen und singen. Rasch schrieb er auch Tenor und Baß dazu, und nun sangen die Geschwister Gruber, die bei ihm im Hause waren, das Lied ein paarmal durch. Als aber am Abend die Festgemeinde zur Christvesper ins Gotteshaus eilte, da erklang am 24. Dezember 1818 zum erstenmal in der Kirche St. Nikola in Oberndorf a.d. Salza lieblich das Weihnachtslied.


D.M.Henning




Impressum
 

Weihnachtsgeschichte für Erwachsene
( von Anna Schieber)

Kein Raum in der Herberge
( von Anna Schieber)

Die Geschichte vom Weihnachtsmarkt
( Luise Büchner )

Das vertauschte Weihnachtskind
( Victor Blüthgen )

Ein Jubilar
( D.M.Henning )






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